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haltigkeit
Wie wir mit Energie, Lebensmitteln und Ressourcen umgehen, ist für uns Teil des täglichen Hotelbetriebs. 

Nachhaltigkeit im Boutiquehotel Wien

Nachhaltigkeit ist in der Hotellerie zu einem großen Wort geworden – oft reduziert auf den Hinweis, Handtücher nicht täglich zu wechseln. Für uns geht es um mehr: um konkrete Entscheidungen im täglichen Betrieb – von der Energieversorgung über die Küche bis zur Kosmetik im Badezimmer.

Dabei prüfen wir laufend, wo wir Ressourcen bewusster einsetzen, Abfall reduzieren oder auf Produkte und Lieferanten mit nachvollziehbaren Standards setzen können.

Energie – Strom aus 100 % Wasserkraft

Unser Hotel wird vollständig mit Fernwärme beheizt und bezieht 100 % seines Stroms aus Wasserkraft über Wien Energie. Das ist in Wien möglich und für uns nicht verhandelbar. Zusätzlich arbeitet unsere Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: Ein Teil der Abwärme wird im Winter zum Heizen und im Sommer zum Kühlen genutzt. 

Küche – Herkunft und Saisonalität im Blick

Was in unserer Brasserie auf den Teller kommt, hat einen möglichst kurzen Weg hinter sich. Wir achten bewusst auf Saisonalität und Herkunft unserer Produkte und arbeiten, wo möglich, mit Lebensmitteln aus biologischer Landwirtschaft und entsprechend zertifizierten Betrieben.

Auch nach dem Kochen geht es weiter: Unser gebrauchtes Speiseöl wird von der Münzer Bioindustrie gesammelt und zu Biodiesel weiterverarbeitet. Im vergangenen Jahr haben wir über 2.000 kg Altfett übergeben – laut Berechnung unseres Partners entspricht das einer CO₂-Einsparung von rund 6.360 kg. Eine Zahl, die Sie beim Essen bei uns nicht spüren – aber eine, die zählt.

Worauf wir besonders stolz sind: unseren eigenen Honig. In Zusammenarbeit mit einem österreichischen Imker produzieren wir Guesthouse-Honig, der beim Frühstück und in unserer Küche zum Einsatz kommt. Vom Bienenstock zum Teller, sozusagen.

Verpackung und Produkte – weniger Abfall, bessere Qualität

Einen großen Teil der Produkte für Betrieb und Küche beziehen wir in Mehrwegverpackungen. Das klingt nach einem Detail, aber bei einem Hotel mit Brasserie summiert sich das erheblich.

Die Hotelkosmetik auf den Zimmern und in den öffentlichen Bereichen stammt von March – einem österreichischen Hersteller, der ausschließlich mit natürlichen Inhaltsstoffen arbeitet. Zertifiziert biologisch, vegan, cruelty free, produziert in Österreich. Wir haben March nicht gewählt, weil es gut aussieht (obwohl es das tut), sondern weil die Qualität und die Werte stimmen.

Bettwäsche, Handtücher, Wäscherei

Bettwäsche und Handtücher werden bei uns alle zwei Tage gewechselt. Täglicher Wechsel nur auf ausdrücklichen Wunsch. Das spart Wasser, Energie und Waschmittel. Unsere Wäscherei ist umweltzertifiziert und arbeitet nach den Anforderungen dieser Zertifizierung. 

Was Nachhaltigkeit in einem Boutique Hotel bedeutet

Als Boutique Hotel mit 39 Zimmern führen wir keine eigene Nachhaltigkeitsabteilung. Was wir haben, ist etwas anderes: kurze Entscheidungswege und die Freiheit, bei jedem Lieferanten, jedem Produkt und jeder Investition selbst zu entscheiden, was zu unserem Haus passt.

Das heißt konkret: Unsere Größe ermöglicht uns kurze Entscheidungswege. So können wir Lieferanten, Produkte und Abläufe regelmäßig überprüfen und dort Anpassungen vornehmen, wo wir Ressourcen einsparen, Abfall reduzieren oder auf nachvollziehbare Standards setzen können. 

Wir werden sicher nicht behaupten, klimaneutral zu sein. Ein Hotel in einer Großstadt zu betreiben, das Fluggäste empfängt und Steak serviert, ist per Definition nicht klimaneutral. Was wir aber tun können, ist unsere Abläufe laufend zu hinterfragen und dort konkrete Veränderungen umzusetzen, wo wir Ressourcen bewusster einsetzen und Umweltbelastungen reduzieren können.

Wenn Sie Fragen zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben oder Anregungen mitbringen, freuen wir uns über Ihre Nachricht an office@theguesthouse.at. Wir lernen gerne dazu.

"Was wir heute tun, entscheidet darüber wie die Welt morgen aussieht! " 
                                                                     
Marie von Ebner-Eschenbach